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Jack McDevitt

Zeitreisende sterben nie

SF-Roman. Aus dem Amerikanischen von Frauke Meier. Bastei Lübbe Verlag, Köln 2011. 525 Seiten. 8,99 Euro. ISBN: 978-3-404-24396-9, >>> Amazon

Nach dem unerklärlichen Verschwinden eines Physikers werden seinem Sohn Shel zwei "Konverter" übergeben, die er sofort vernichten soll. Doch Shel entdeckt, dass es sich hierbei um kleine Zeitmaschinen handelt, die jeweils eine Person zu transportieren vermag. Gemeinsam mit seinem Freund Dave sucht er als erstes nach dem verschwundenen Vater ...
Jack McDevitt, vielfach nominierter und ausgezeichneter SF-Preisträger, ist mit "Zeitreisende sterben nie" ziemlich oft und unbekümmert ins Unplausible gerauscht. Allein die Spannung erzeugende Eingangsszene, als Shel beerdigt wird und am Ende des Kapitels David gesund und munter begrüßt, erweist sich zuletzt als regelrechter Rohrkrepierer.
Doch seinem offenbar rein spielerisch gemeinten Ansatz vermochte McDevitt auch durchaus unterhaltsame Passagen abzugewinnen. Z.B. als seine Helden in der später zerstörten Bibliothek in Alexandria einige Werke fotografieren und sie der Nachwelt zugänglich machen - die nichts anderes zu tun hat, als sich erstmal in zwei Lager zu spalten, von denen das eine mit Inbrunst die Authentizität der Werke anzweifelt.
Schade, dass Jack McDevitt derartige Florettstiche nicht aus einem besser entwickelten Roman und damit glaubwürdigeren Umfeld zu setzen vermocht hat.

Buechernachlese © Ulrich Karger



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