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Brandon Sanderson

Skyward - Der Ruf der Sterne

SF-Roman. Aus dem amerikanischen Englisch von Oliver Plaschka. Knau Verlag, München 2021. 573 Seiten. 16,99 Euro. ISBN: 978-3-426-52686-6, >>> Amazon

Wiewohl das Höhlenlabyrinth um Alta seit Jahrhunderten von den Krell angegriffen wird und somit der Bedarf an Kampfpiloten hoch ist, hatte Spensa große Mühen, als Kadettin in die Flotte der Raumschiff-Piloten aufgenommen zu werden. Und auch wenn sie bereits nach den ersten Tagen der Ausbildung großes Talent bewies, durfte sie nicht mit den anderen die Unterkünfte teilen, sondern musste jeden Abend zurück in die Höhlen, um dort Ratten zu erjagen und sich damit das Überleben zu sichern. Ursache dafür war Spensas Vater, der als Verräter galt, nachdem er mitten im Kampf sein Team im Stich gelassen hatte. Ein Fehler von Spensa, und sie würde sofort aus der Ausbildungsstaffel entlassen
Brandon Sanderson hat mit "Skyward - Der Ruf der Sterne" den ersten SF-Roman einer Reihe vorgelegt, die Motive einer Space Opera wie auch eines Coming-of-Age- bzw. Entwicklungsromans entfalten.
Im ersten Band nimmt Spensas (Rufzeichen: Spin) Entwicklung von einer Überlebenden der Unterschicht, die in relativ ungesicherten Höhlenbereichen eines von feindlichen Krells bedrohten Planeten hausen müssen, zur Kampfpilotin einer Raumschiff-Staffel den größten Raum ein.
Letzteres ist mit dem heftigen Durchdeklinieren militärischer Tugenden wie Disziplin, Loyalität und Ehrgefühl innerhalb weniger Wochen verbunden - für Spensa zusätzlich erschwert um den Ballast des Andenkens an ihren Vater, das von Vorgesetztenseite in stetem Misstrauen gegen sie wachgehalten wird. Doch dank Spensas großem Talent im Beherrschen der unterschiedlichen Raumschifftypen gewinnt sie in ihrer Staffel Anerkennung und nach und nach auch einige Freunde. Nicht lange, und sie und ihre Staffel müssen sich im Kampf gegen die Krells behaupten. Spensa und die anderen Kadetten ihrer Staffel sind zwischen 16 und 18 Jahre alt und spiegeln eine der möglichen Rollenverteilungen eines Klassenzimmers in diesem Alter, die nicht zuletzt auch durch die Herkunft der Kadetten bestimmt wird. Und allmählich dezimiert sich die Staffel. Zum einen durch Eltern, die ihre Kinder nach dem Erwerb einer Mindestqualifikation zu deren Schutz aus der Staffel nehmen, zum andern, weil einige aufgeben oder abgeschossen werden und sterben.
Der Planet von Alta ist nahezu hermetisch von Weltraumschrott umgeben. Nur hin und wieder beginnt davon etwas nach unten zu sinken und wird dann von den Krells vollends zerstört, damit die Menschen daraus nicht Bauteile für weitere Raumschiffe gewinnen können.
Zum Ende des spannungsgeladenen ersten Bandes machen Spensas Erkenntnisse über sich und ihren Vater buchstäblich einen riesigen Sprung, was für sie zugleich das Überwinden einer scheinbar unüberwindbaren Hürde und ein neues Rätsel bedeutet
Unklar ist zu diesem Zeitpunkt auch noch die Herkunft der Krells und was genau sie antreibt, den Menschen auf Alta derart feindlich gesonnen zu sein.
Neben einer überzeugenden Heldin also einige Cliffhanger, die sehr neugierig auf den Folgeroman machen, der in deutscher Übersetzung zum 1. März 2022 unter dem Titel "Starsight - Bis zum Ende der Galaxie" angekündigt ist.

Buechernachlese © Ulrich Karger


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