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Büchernachlese | Kurzhinweise 2003


Neben denen des aktuellen Erscheinungsjahrs können auch noch siehe Links oben insgesamt 411 Kurzhinweise zu den Jahren 2003 bis 2017 abgerufen werden:

Sortiert nach Genre und dem Alphabet der Autorennamen führen die verlinkten Genrebezeichnungen zum jeweils ersten Kurzhinweis.

  • Science Fiction / Fantasy: Norman Spinrad, (Ben Bova, 2002)


  • SF/Fantasy-Romane

    Seit Februar 2003 liegt Der Druidenkönig von Norman Spinrad vor (Übersetzung: Andreas Brandhorst; Blanvalet Verlag; 539 Seiten; 12,00 Euro; ISBN: 3-442-24222-3).
    Wie der Großmeister der SF das Aufeinandertreffen von Caesar und dem Gallierfürsten Vercingetorix ausmalt, ist schon von bemerkenswerter Klasse. Trotz Starbesetzung mit Christopher Lambert, Max von Sydow und Klaus Maria Brandauer ist kaum vorstellbar, dass die Verfilmung gerade die lesenswerten Zwischentöne des Autors auch nur halbwegs aufzufangen vermag.
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    An Spinrads ein Jahr zuvor bei Heyne erschienenen Die Transformation bin ich allerdings gescheitert - insbesondere an der Übersetzung von Horst Pukallus. Ein Mann behauptet aus der Zukunft zu kommen und beschwört die Menschheit zur Veränderung - ein durchgeknallter Sektierer? Oder ein zynischer Komiker? Das Beste sind hier noch die SF-Insider-Jokes, aber wie hier u.a. das Klischee von der drogensüchtigen Hure durchdekliniert wird, noch dazu in dieser vulgären Möchtegern-Slang-Adaption, hat mich das Buch nach der Hälfte seiner 1116 Seiten in die Ecke werfen lassen
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    Ebenfalls bereits aus dem Jahr 2002 ist Jupiter von Ben Bova (Übersetzung: Walter Brumm; Heyne; 524 Seiten; 8,95 Euro; ISBN: 3-453-21349-1).
    Einerseits ist die Weltgemeinschaft in der Lage, eine Erforschung des Jupiters durchzuführen, andererseits wird sie von engstirnigen Fundamentalisten beherrscht. Ein Konflikt wie aus den alten Zeiten der Aufklärung, nachgerade aber eben deshalb schon wieder höchst aktuell. Wie sich das Forscherteam dann dennoch zu behaupten vermag und sogar mit Lebewesen auf Jupiter in Kontakt tritt, ist SF vom Feinsten: In sich plausible Zukunftsvisionen bzw. -spekulationen, ein sehr, sehr spannend ausgeführter Plot, eine zwischen frommer Keuschheit und Forscherdrang lavierende Haupfigur - was will man mehr? Seitenfresserqualität! U.K.
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